Unser Dungeon Board im HeroQuest-Stil bemalen

Unser Dungeon Board im HeroQuest-Stil bemalen

Ein freundlicher Einsteiger-Guide aus der Praxis

Wenn du dein modulares Dungeon Board im klassischen HeroQuest-Stil bemalen möchtest, gibt es viele Wege zum Ziel. Entscheidend ist vor allem, welches Ergebnis du erreichen willst und wie viel Zeit du investieren möchtest. Dieser Guide zeigt dir eine bewährte Methode, mit der du relativ schnell zu einem stimmigen, spielbaren Ergebnis kommst, ohne tagelange Detailarbeit.

Grundsätzlich arbeiten wir hier mit einer Kombination aus Trockenbürsten und Speedpaints (Slap-Chop-Technik). Diese Technik eignet sich besonders gut für große Flächen wie Dungeon-Böden, Wände und Gänge.

Hinweis: Zu allen genannten Techniken findest du auf YouTube unzählige gute Erklärvideos, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Schritt 1: Grundieren – die Basis für alles

Zuerst wird das komplette Dungeon Board schwarz grundiert. Das ist extrem wichtig, da die schwarzen Vertiefungen später für Tiefe und Kontrast sorgen und die Grundierung dafür sorgt, dass Farben später gut haften.

Du kannst hochwertige Miniaturen-Sprays verwenden (z. B. von Army Painter oder Citadel). Bei der Menge eines Dungeon Boards funktioniert aber auch schwarzer Autolack sehr gut.

Wichtig dabei:

  • Nur im Freien sprühen oder mit ausreichender Abluft bzw. Frischluftzufuhr
  • Mindestens 15 °C, trocken, windstill
  • Atemschutz & Handschuhe sind sehr zu empfehlen
  • Danach das Board 1–2 Tage auslüften lassen, damit der Lack vollständig aushärtet und Gerüche verziehen
  • Generelle Warnhinweise beachten

Für ein komplettes Board mit Wänden solltest du ca. 2–4 Spraydosen einplanen.

Schritt 2: Trockenbürsten – der 3D-Effekt wird hervorgehoben

Nach dem Trocknen kommt einer der wichtigsten Schritte: Trockenbürsten mit weißer Acrylfarbe.

Dabei wird ein großer, weicher Pinsel (z. B. ein Schminkpinsel) fast komplett von Farbe befreit dann leicht über alle erhabenen Stellen gebürstet. Das Ergebnis:

  • Kanten und Details werden hell
  • Vertiefungen bleiben dunkel
  • der Dungeon wirkt sofort plastisch und „lebendig“

Ohne diesen Schritt wirkt das Board später oft flach und langweilig, also nicht überspringen 😉

Für ein ganzes Board brauchst du erfahrungsgemäß 2–3 Flaschen weiße Acrylfarbe aus dem Miniaturenbereich (z.B. Army Painter Matt White oder vergleichbar).

Schritt 3: Farben mit Speedpaints (Slap-Chop)

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Speedpaints sind sehr dünnflüssig und laufen automatisch in Rillen, Fugen und Vertiefungen – perfekt für Dungeon-Böden und Wände.

So gehst du vor:

  • Farbe gezielt auftragen, nicht „fluten“
  • Überschüssige Farbe vermeiden (keine Pfützen stehen lassen)
  • Lieber sauber und kontrolliert arbeiten
  • Für dunklere Bereiche kannst du nach dem Trocknen einfach einen zweiten Durchgang machen

In unserem Fall wurden:

  • Raumflächen bemalt
  • Gänge bewusst neutral gelassen
  • nur Abflüsse und Details in den Gängen eingefärbt

Das sorgt für Abwechslung und bessere Lesbarkeit auf dem Spieltisch. Für Wände und Türen funktioniert exakt die gleiche Technik.

Bei Möbeln oder kleinen Details kannst du optional mit normalen Acrylfarben nacharbeiten, Highlights und Akzente setzen. Das ist aber kein Muss und kann auch später jederzeit erfolgen.

Schritt 4: Schutzlack – unbedingt empfehlenswert

Da ein Dungeon Board ständig angefasst, verschoben und bespielt wird, ist ein Schutzlack extrem wichtig.

  • Er schützt vor Abrieb
  • verlängert die Lebensdauer der Farben deutlich

Wir empfehlen einen Satin-Lack:

  • nicht komplett matt
  • nicht stark glänzend
  • sehr angenehm fürs Auge

Einfach nach dem vollständigen Trocknen der Farben gleichmäßig aufsprühen und das Board anschließend mindestens 24 Stunden trocknen lassen.

Ideal ist es, das Board 1–2 Tage gut belüftet (z. B. in der Garage) liegen zu lassen.

Auch nach dem Schutzlack kannst du jederzeit weiter bemalen oder Details verbessern, das ist absolut kein Problem.

Zum Schluss noch wichtig

Die hier genannten Hersteller und Produkte sind genau die, die wir selbst verwendet haben. Sie sind kein Muss zum Erfolg oder als Werbung zu verstehen. Wir verdienen nichts zusätzlich und haben keine partnerschaftlichen Beziehungen dazu. Sie sollen dir lediglich als Orientierung und Hilfe dienen. Du kannst selbstverständlich andere Marken, Farben oder Techniken nutzen; das Ergebnis zählt.

Wir haben übrigens alle Schritte für das Board im zusammengebauten Zustand durchgeführt. Die Farben müssen nicht auf alle Seiten und auf die Unterseite. Durch die Rahmenteile muss nur sichergestellt sein, dass keine freien Stellen durchscheinen.

Unser Tipp zum Abschluss:

👉 Einfach anfangen und keine Angst haben.

Falls du ein Testteil hast, nutze es zum Ausprobieren. Übung kommt ganz von allein.

Viel Spaß beim Bemalen deines Dungeon Boards! 🖌️🏰

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